Asmara

Asmara gilt als eine der schönsten und saubersten
Hauptstädte Afrikas, von den Italienern zur
Kolonialzeit das "zweite Rom" genannt. Für viele
Eritreer ist Asmara viel mehr als nur die Hauptstadt.
Die Eritreer nennen ihre geliebte Stadt häufig
"Asmerina", nach einem Lied aus den 50er Jahren.
Asmara war bis zur Eroberung durch die Italiener im
Jahre 1889 nur eine Ansammlung mehrerer kleinerer
Siedlungen am Steilabfall der Hochebene zum Roten
Meer. 1897 verlegte der erste italienische Governeur
in Eritrea die Hauptstadt von Massawa nach Asmara
und die Stadt wurde in italienischem Stil erbaut, wie
man auch heute noch sehen kann.

 


Die Stadt liegt auf einem Plateau, 2.400 m hoch und
verfügt über ein angenehmes Hochlandklima mit einer
Jahresdurchschnittstemperatur von 17 Grad. Am
wärmsten ist es im April und Mai mit Temperaturen um
die 25 Grad, am kältesten im Dezember und Januar mit
Temperaturen um 18-20 Grad. Niederschläge fallen
vor allem in Juni und Juli.

 


Absolutes Zentrum des Stadtlebens Asmara ist die Harnet
Avenue, eine schöne Palmenallee mit modernen Bars und
Cafes. An ihrem westlichen Ende befindet sich der ehemalige
Königspalast, hier finden Sie auch zahlreiche historische Ge-
bäude wie das alte Asmara Theater, die Stadtverwaltung,
das Hohe Gericht, die imposante katholische Kathedrale
(erbaut 1922 vom italienischen Architekten Scanavini)
sowie die Commercial Bank of Eritrea.

 

Dem Besucher werden die vielen Fahrräder ins Auge stechen.
Diejenigen, die sich in Asmara mit dem Fahrrad fortbewegen,
sollten aber auf die zahlreichen Einbahnstraßen achten. Das
Fahren in die verkehrte Richtung ist wie das Nicht-Beachten
anderer Verkehrszeichen unüblich und wird von der Be-
völkerung oft mit bösen Blicken quittiert.


Massawa

Massawa liegt 105 km von Asmara entfernt an der Küste, als Hafenstadt am Roten Meer ist Massawa eine der größten Städte Eritreas. Der Gegensatz zum italienisch beeinflussten Asmara kann nicht größer sein: Geprägt von einer osmanisch-ägyptischen Geschichte erinnert Massawa ganz an eine arabische Hafenstadt.



Massawa ist auf einem fossilen Korallenriff erbaut und besteht heute aus drei Teilen, den beiden Inseln Massawa Island und Twalet (auch Taolud genannt) sowie dem Festland. Die Inseln sind miteinander durch einen Damm verbunden und ein Damm verbindet sie auch mit dem Festland. 

Das Klima in Massawa ist zu manchen Jahreszeiten gerade für Europäer fast unerträglich mit einer Jahresdurchschnittstemperatur um die 30 Grad. Zwischen Juni und September steigen die Temperaturen auf 40 Grad. Regenzeit herrscht in den Wintermonaten von Dezember bis März, ab und zu allerdings auch noch im April, jedoch sind dies dann kurze Niederschläge.



Historische Daten:
ab 1557 Türkische Kolonie
ab 1850 besetzen Ägypter Massawa
ca. 1885 beherrschten die Italiener die Hafenstadt
1921 zerstörte ein Erdbeben Massawa weithingehendst, Wiederaufbau durch die italienische Kolonialregierung
1929 Massawa wurde zum größten Hafen der ostafrikanischen Küste
1990 In den Kämpfen um Massawa zwischen Äthiopiern und Eritreern blieb kaum ein Gebäude heil. Der Wiederaufbau ist stets in Gange, dennoch ist der größte Teil der Stadt heute noch zerstört.



Der Hafen und die Altstadt von Massawa befinden sich auf der äußeren Insel, Massawa Island. Die wunderschönen alten Häuser faszinieren jeden Besucher, ein Flair von 1000 und einer Nacht macht sich breit, ausgelöst durch den Einfluss der türkischen und ägyptischen Herrschaft. Die meisten Häuser sind aus Korallenstein errichtet und haben aus Stein gehauene oder aus Holz geschnitzte Tür- und Fensterstürze. Die Altstadt hat gerade in dem dem Hafen gegenüberliegenden Teil viele kleine Bars und Cafes zu bieten, wo man gerne die etwas kühlere Abendstunden verbringen und an dem
Massawa Nachtleben teilnehmen kann.

Keren

Keren liegt etwas 100 km westlich von Asmara und kann
über eine neu ausgebaute Straße erreicht werden. Keren
ist Zentrum des Siedlungsgebietes Bilen und ist stark
muslimisch geprägt. Gelegen auf einer Höhe von 1.390 m
ist das Klima sehr mild und trocken. Das Stadtbild wird
entscheidend von Villen im italienischen Stil geprägt.
Der Markt liegt unterhalb des Keren Hotels umrahmt von
zahlreichen Geschäften und einem schönen Textilmarkt.

 

Keren blieb bis kurz vor Ende des 30jährigen Krieges,
nämlich bis 1990 unter äthiopischer Kontrolle. Keren
war damit neben Asmara eine der letzten Bastione
der äthiopischen Armee. Die 1990 erfolgte Befreiung
konnte die Stadt ohne größere Zerstörungen erleben.

 



Agordat

Agordat liegt im westlichen Tiefland auf einer Meeres-
höhe von 625 m bestehend zum größten Teil aus
Gebäuden der ägyptisch-osmanischen Zeit. Hier endete
die Eisenbahnlinie, die von Massawa am Roten Meer
ins Hochland heraufführte, heute aber als Folge des
Krieges nur bedingt in Betrieb ist.

 

Agordat ist berüchtigt für sehr hohe Temperaturen und
der Sandstürme. Die mittlere tägliche Höchtstemperatur
liegt bei 36 Grad, mit 40 Grad im Mai und 33 Grad im
August (der "kälteste" Monat). Das neue Krankenhaus
gelegen auf einem kleinen Hügel, bietet eine Aussichts-
terrasse, von welcher man einen wunderschönen Blick
in das aufregende Gash Barka Gebiet hat. Gash und
Barka sind die zwei größten Flüsse in Eritrea, die aller-
dings zur Trockenzeit kein Wasser führen. Um die Stadt
herum gibt es zahlreiche Bananenplantagen.



Kohaito

Kohaito war eine der großen axumitischen Städte, es
bezog seine Bedeutung aus der Lage zwischen der
Hauptstadt Axum und dem Seehafen Adulis. Kohaito
ist nach wie vor wissenschaftlich noch kaum erforscht
und ausgegraben. An einer Staumauer findet sich eine
aus 79 Worten bestehende Inschrift auf Ge'ez. Dazu
kommen die Ruinen eines Königspalastes und einiger
Wohngebäude sowie einigen Säulen. Am Rande einer
Schlucht liegt ein mysteriöses Grab, welches
"Ägyptisches Grab" genannt wird. Als es 1984 geöffnet
wurde, wurden darin die Reste von 70 in Leder gehüllte
Körper gefunden.

 

Die Ebene von Kohaito wird von Saho Nomaden
bewohnt. Man hat einen wunderschönen Blick auf den
Ambesoira, den mit 3013 höchsten Berg Eritreas.




to top